Alfons Steinebach

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Alfons Steinebach war in Jägerkreisen durch seine angenehme Lebensart ein gerngesehener Jagdkamerad. Auf Treibjagden war er bekannt als hervorragender Schütze, was dazu führte, dass er auf vielen Treibjagden eingeladen wurde. Auch war er ein gern gesehener Jagdgast bei Herrn Apotheker Herbert im Hof zu Hausen. Davon konnte der Revierförster von Hof zu Hausen Johannes Kaiser von herrlichen Jagderlebnissen und fröhlichen Schüsseltreiben berichten. In den fünfziger Jahren war ich mit Karl Ricker oft zur Treibjagd in Niederbrechen eingeladen. Abends beim Schüsseltreiben kam oft die Rede bei den älteren Jägern auf Alfons Steinebach, ein Zeichen seiner Beliebtheit.

Alfons Steinebach wurde in den letzten Monaten des zweiten Weltkriegs einberufen zu dem damaligen Volkssturm. Der Volkssturm bestand aus älteren Herren aus allen Berufsgruppen, die auf eine militärische Auseinandersetzung nicht vorbereitet waren und somit schwere Verluste hinnehmen mussten. Alfons Steinebach starb am 20.12.1944 auf einem Rücktransport bei Ratibur in Oberschlesien.

Von Adalbert Kaiser

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